Die Lage fast drei Monate nach 2G-Beginn

Die Lage fast drei Monate nach 2G-Beginn

2. Dezember 2021

Liebe Freund:innen der Barkultur, liebe Gäste,

vor fast drei Monaten begann der 2G-Betrieb auch in den Bars und Kneipen des barkombinats. Auch wenn er nicht für alle sofort umzusetzen war, hat er uns dann doch einige Wochen beschert, in denen das Barleben sich wieder fast so schön anfühlte wie vor der Pandemie. Strahlende Gesichter, sich munter leerende Gläser, großartige Stimmung. Danke an dieser Stelle an alle Gäste, die dieses Barleben wieder gefeiert haben.

Leider ist uns die vierte Welle nicht erspart geblieben. Seit Mitte November richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit wieder vermehrt auf die Infektionszahlen und aktuell auf die neu aufgetretene Virusmutation Omikron. Seit drei Wochen kaufen wir Barbetreiber:innen nur noch von Woche zu Woche ein, trauen uns kaum längerfristige Pläne zu machen, zu tief hängt das Damoklesschwert ‚Lockdown‘ wieder über uns allen. Damit steht unsere Branche natürlich nicht alleine da, uns hat sich das Bewusstsein im Zweifel als Erste geschlossen zu werden mit dem ‚Lockdown light‘ des vergangenen Jahres nur sehr eingeprägt.

Umso beruhigender war es nach unseren Wiedereröffnungen zu sehen, dass unsere Gäste uns nicht vergessen hatten, dass das Barangebot, als es im Frühsommer wieder möglich wurde, ziemlich schnell wieder rege genutzt wurde. Nicht wenige von uns standen in dieser Zeit angesichts der Nachfrage vor dem Problem des Personalmangels, der erst zum Herbst hin langsam an Brisanz verlor. Und nun stehen wir eigentlich wieder vor demselben Punkt wie vor etwa einem Jahr: Die Zahlen steigen, Gäste sind verunsichert, Weihnachtsfeiern werden abgesagt, die Betriebe leeren sich, nichts ist planbar. Der Personaleinsatz ist zwar allein aufgrund der Notwendigkeit der Nachweiskontrollen an den Türen gestiegen, man mag seinen Mitarbeiter:innen nach den mageren knapp zwei Jahren Corona auch kaum eine Schicht absagen, aber die Angst davor, nicht wirtschaftlich arbeiten zu können, wird wieder unangenehm groß.

Im Grunde weiß man kaum, was man sich wünschen soll bzw. was für die eigene Bar zurzeit das Worst Case Szenario ist. Natürlich möchten wir nicht schließen müssen, aber was nützt es, wenn kaum mehr Gäste mehr kommen? Abgesehen von der monetären Komponente ist die psychische Belastung, Abend für Abend im eigenen Betrieb zu stehen und das Schlimmste zu befürchten, nicht zu unterschätzen. Dass die Politik und speziell der Hamburger Senat gern mal mit weltfremden Beschlüssen für unsere Branche um die Ecke kommt, meist kurzfristig und ohne große Vorwarnung, lässt uns angesichts der Bund-Länder-Konferenzen, denen ja in der Regel eine Pressekonferenz des Senats folgt, wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange stehen.

Was machen wir denn, wenn dem Hamburger Senat die Beschlüsse des Bundes nicht weit genug gehen, wie in den letzten 1,5 Jahren wiederholt geschehen, und er beschließt, uns ab jetzt mit 2G plus Schnelltest zu reglementieren, was ja eigentlich erst mit einer höheren Hospitalisierungsrate vom Bund geplant war? Kontrolltechnisch für die Bars keine große Affäre, dass man sich dann neben Impf-/Genesenennachweis plus Ausweis dann eben noch einen Schnelltest zeigen lässt, aber wie soll das angesichts der stark abgebauten Testinfrastruktur denn umsetzbar sein? Es sind schließlich nicht nur potentielle Gastronomiebesucher:innen, die auf Tests angewiesen wären, dazu kommen auch noch die Menschen, die ihren Schnelltest aufgrund der 3G-Regel am Arbeitsplatz und im öffentlichen Nahverkehr benötigen, und das teilweise Tag für Tag.

Leider sieht es so aus, dass auch dieses Modell zum Scheitern verurteilt ist. Denn es fehlt die sehr gute Testinfrastruktur, die es im Sommer gab. Privat betriebene Testzentren dürfen jetzt nicht wiedereröffnen. Das Testen hängt nun ausschließlich an Apotheken, Arztpraxen und einigen wenigen öffentlichen Teststationen. Deren Slots sind schnell ausgebucht, so dass für viele Gäste die gerade zurückgewonnene Spontaneität des Barbesuchs wieder futsch ist. Selbst-Schnelltests können das mangelnde offizielle Testangebot nicht ersetzen, da nicht verifizierbar ist, wer da getestet wurde (es sei denn, eine Bar führt diese Tests bei den Gästen selbst durch, was aber nicht für alle Bars funktioniert). Sollte 2G+ seitens der Politik verpflichtend werden, braucht es ein viel größeres Testangebot. Dass dieses Angebot nicht längst geschaffen wurde, ärgert uns echt. Wir versuchen wirklich alles, damit ihr schöne und sichere Abende in unseren Bars und Kneipen haben könnt. Aber wir können nicht zaubern – keine besseren Testangebote herbeizaubern, und das Virus wegzaubern schon gar nicht.

Seid vorsichtig, bleibt gesund!

Von |2022-01-28T12:15:03+01:002. Dezember 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Hey Senat, lass uns über Wahlkampf reden

Hey Senat, lass uns über Wahlkampf reden…

23. August 2021

Seit der letzten Pressekonferenz, die ihren Namen kaum verdiente, da lediglich der Senatssprecher vorgeschickt wurde, um ein paar Krümel aus Eventualitäten und vagen Voraussagen ans gemeine Volk zu streuen, brummt es in der Barwelt Hamburgs gewaltig. Kaum ein:e gastronomische:r Betreiber:in wurde in der letzten Woche nicht auf die Frage angesprochen, ob sie oder er sich für das sogenannte „2G-Optionsmodell“ entscheiden würde, wenn es wie angekündigt in dieser Woche in Erscheinung treten sollte.

Die wenigen Informationen aus dem Rathaus der letzten Wochen kurz zusammengefasst: Barbetreiber:innen soll eine Wahl ermöglicht werden zwischen dem uns ja allseits bekannten 3G-Modell, das genesenen, geimpften und negativ getesteten Personen Zutritt in die Innenräume seines Betriebes gewährt, und dem ab dieser Woche neu einzuführenden 2G-Modell, welches nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt erlaubt. Betriebe, die sich für die Option 2G entscheiden, sollen dafür von der Sperrstunde um 23 Uhr und möglicherweise noch weiteren Einschränkungen wie den Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln befreit werden. Chapeau. Eleganter hätte man sich aus der politischen Verantwortung nicht ziehen können.

Schon klar, so kurz vor der Wahl möchte man nicht gerne Entscheidungen treffen, die Wählerstimmen kosten könnten. Demnach war an eine Verkündung der 2G-Regel für Gastronomie und Veranstaltungen als allgemeine Richtlinie für Hamburg nicht zu denken, nachdem Bürgermeister Peter Tschentscher mit seinem Vorschlag schon in der Bund-Länder Konferenz nicht durchkam. Und nun der geniale Einfall des Senats: Lassen wir das doch die gastronomischen Betreiber:innen ausfechten. Lassen wir die doch abends an den Türen ihrer Arbeitsstätten ausdiskutieren, warum sie sich für welches Modell entschieden haben.

Betreiber:innen stehen dann mit ihren Entscheidungen voll im Fokus der Impfdiskussion, doch da gehören sie schlicht und ergreifend nicht hin. Sie können und werden, egal wie ihre „Wahl“ ausfällt, immer an einigen Stellen verlieren. Viele Menschen werden die betriebliche Entscheidung für oder gegen 2G mit einer persönlichen Stellungnahme der Bar verwechseln.

Dass sich kaum ein Betrieb diese höchst überflüssige Sperrstunde wirtschaftlich leisten kann, dass einige erst mit Fallen der Abstandsregeln und Kapazitätsbegrenzungen überhaupt wieder öffnen können, dürfte für einen Großteil der Impfskeptiker:innen irrelevant sein. Und dass es Betriebe gibt, in denen möglicherweise das Personal (noch) nicht durchgeimpft ist und sie daher weiterhin die Sperrstunde einhalten müssen und um 23 Uhr die Plätze räumen, wird für alle schwierig zu akzeptieren, die von baldiger Normalität in allen Betrieben ausgehen, die sie besuchen möchten. Die Nummer wird uns so oder so Gäste kosten. Und Nerven.

Uns wird eine „Option“ geboten, die in Wirklichkeit keine ist – diese Wahlfreiheit kann sich nach über 7 Monaten Lockdown nämlich niemand mehr leisten. Es war schon eine verdammt gute Idee, die Sperrstunde und Einschränkungen auch über die niedrigen Sommerinzidenzen aufrecht zu erhalten. Nun sind diese Drehpunkte die perfekte Angel, uns Barbetreiber:innen zu ködern. Und der Senat lässt sich für seine Feigheit, seine Impfkampagne durch Gastronom:innen, Veranstalter:innen und Kulturschaffende voranzutreiben, als Retter des Hamburger Nachtlebens feiern, weil er uns ach so großzügig das erste Mal seit 1,5 Jahren, eine „Wahl“ lässt.

Von |2022-01-28T12:22:45+01:0023. August 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Save Our Bars

Save our Bars

16. Juli 2021

Unsere angekündigte Spendensammlung für eine Klage gegen die Sperrstunde und die Hotspotpolitik des Hamburger Senats startet heute. Helft uns, die Barkultur in Hamburg zu erhalten!

Übrigens: Es ist auch ohne Paypal Konto möglich zu spenden, wenn ihr den Paypal Link betätigt, tun sich da weitere Möglichkeiten auf.

https://www.betterplace.me/save-our-bars

Von |2022-01-28T12:23:52+01:0016. Juli 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Hey Senat reden wir über Willkür

Hey Senat, reden wir über Willkür

7. Juli 2021

Wir Barbetreiber:innen waren lange außerordentlich geduldig. Wir haben uns Inzidenzwerte und R-Werte angesehen, uns im November erneut schließen lassen, unser „Sonderopfer“ mehr oder weniger bereitwillig dargebracht.

Wir haben uns nun 3 Wochen lang angesehen, wie in Hamburg der „Teufel Alkohol“ als Quelle allen Übels auf Schildern installiert wurde, die neue Hotspot-Regionen kennzeichnen, deren Regularien die bedauernswerten ansässigen Betreiber:innen noch härter knebeln als die Barbranche insgesamt, die sowieso schon annähernd bewegungsunfähig gemacht wurde.

Der Kiez war letzten Samstag so voll wie in den letzten 1,5 Jahren nicht, verstopfte Straßen, keinerlei Durchkommen an vielen Stellen. Die Menschen gehen eben nicht nach Hause in die eigenen vier Wände, sie sind unterwegs und treffen sich, so oder so. Und am Ende des Tages: auch mit oder ohne Alkohol.

Gastronomien ermöglichen ein Aufeinandertreffen von Menschen in geordnetem Rahmen, mit Kontaktdatenaufnahme, Abstandsgeboten etc.. Wie zur Hölle kommt der Senat auf den Gedanken, es wäre pandemisch sinnvoller, Bars mit Sperrstunden zu beschneiden? Soll dieses samstägliche Szenario allen Ernstes im Sinne des Infektionsschutzes sicherer sein?

Wir sind gezwungen unsere Innenräume um 23 Uhr zu räumen, in den sogenannten Hotspot-Gebieten (fühlt sich hier eigentlich noch jemand unangenehm an die im Januar 2014 eingerichteten Gefahrengebiete erinnert?) ist auch auf der Terrasse um 23 Uhr der Alkoholausschank untersagt.

Auf Nachfrage unsererseits bei den Behörden heißt es: „Die Entscheidungen bezüglich der Lockerungsmaßnahmen werden von den politischen Entscheidungsträgern jeweils anhand der aktuellen Infektionslage getroffen und dann zeitnah veröffentlicht. Dabei stellen die von Ihnen genannten Parameter wie R-Wert, Inzidenz u.a. Faktoren wichtige Orientierungsgrößen dar. Sie sind jedoch nicht festgeschrieben und werden jeweils im Kontext der Gesamtlage neu bewertet. Aus diesem Grund können wir Ihnen auch keine definierten Parameter benennen. Uns bleibt daher leider nur, Sie um Geduld zu bitten und die nächsten Entscheidungen abzuwarten.“

Keine definierten festgeschriebenen Parameter. Keine nachweislichen Infektionsketten in der Gastronomie. Hier wird ganz klar ordnungspolitisch auf eine ungeliebte Branche und ungeliebte Stadtteile eingedroschen und das alles unter dem Deckmantel des Infektionsschutzes. Vorsorglich wird eine gesamte Branche willkürlich in Sippenhaft genommen und in ihrer freien Berufsausübung beschnitten.

Vor Ende Juli/Anfang August werden keine weiteren Entscheidungen aus dem Rathaus erwartet, so das Gesundheitsamt. Bedeutet: Die Politik ist zufrieden mit der aktuellen Lage, die kann für sie so bleiben. Tschentscher kann sein halbes Glas Wein die Woche bei seinem Griechen um die Ecke trinken und um halb elf ins Bett gehen, der Großteil der Wahlbevölkerung ist glücklich mit Outdoor-Restaurant- und Cafébesuchen.

Was ist mit dem übrigen, gar nicht mal so kleinen Teil der Hamburger Bevölkerung? Was ist mit den Nachtschwärmer:innen, den Jugendlichen, im Prinzip denen, die das Tourismuskonzept in Hamburg als lebendige Stadt aufrechterhalten? Mit denen, die trotz Sperrstunden und Hotspots ihre Betriebe öffnen, weil es ihnen eine Herzensangelegenheit ist, ihre Mitarbeiter:innen und Gäste wieder um sich zu haben?

Hey Senat, wir sind dabei, uns juristische Hilfe zu holen, um deine Regeln auf den Prüfstein zu stellen. Und da dies, liebe Gäste und Freund:innen des Barkombinats, eine etwas kostpieligere Angelegenheit werden könnte, werden wir in Kürze zu diesem Zweck ein Crowdfunding starten. Wir hoffen auf rege Beteiligung von euch, denn es geht um nichts weniger als die Rettung der Hamburger Bar- und Kneipenkultur, die einige Herrschaften im Rathaus offensichtlich für verzichtbar halten.

Von |2022-01-30T17:59:26+01:007. Juli 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Jetzt real die Bar-Kachel des Barkombinats

Jetzt real: die Bar-Kacheln des barkombinat

26. Juni 2021

Unsere wunderschönen Kacheln sind endlich da und können gegen eine Spende ab 25 € täglich ab 18 Uhr im Kurhaus abgeholt werden.

Die Spenden fließen komplett in die Kriegskasse des Barkombinats für weitere Aktionen.

Vielen Dank an Lore Hamburg für die Unterstützung!

Von |2022-01-30T18:01:51+01:0026. Juni 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Moin Senat, reden wir über Prohibition.

Moin Senat, reden wir über Prohibition

15. Juni 2021

Auf dem Papier dürfen zwar wieder alle Gastronomiebetriebe öffnen, de facto ist der Politik allerdings mehr als bekannt, dass eine Sperrstunde um 23 Uhr für Innenräume einem Betriebsverbot für Nachtbetriebe weiterhin gleichkommt, da diese den Höhepunkt ihres Kundenzustroms zwischen 23 und 5 Uhr haben. Es ist ziemlich offensichtlich, dass der Hamburger Senat genau 2 Arten von Gastronomien kennt: das gesittete geordnete Restaurant, dem eine Schließzeit um 23 Uhr nicht weiter wehtut, da die Kerngeschäftszeit hier nicht angetastet wird, und den Brandherd Nachtbetrieb, bestehend aus Kneipen, Bars und Clubs, der von Hause aus ungeordnet, chaotisch und somit infektionsgefährdend daherkommt.

Dagegen wird ein ‚gefahrengeneigtes Geschäftsmodell zur Nachtzeit‘ zusammenkonstruiert, um Einschränkungen für Bars weiter rechtfertigen zu können und permanent von ‚Ischgl‘ gesprochen, was im Vergleich schon eine absolute Unverschämtheit ist. Gerade in der ‚Weltstadt Hamburg‘, die sich sonst ihrer vielen bunten unterschiedlichen gastronomischen Konzepte rühmt, nicht in der Lage zu sein, einen differenzierten Blick auf diese Branche zu haben, sondern kleingeistig auf diesen mehr als eingeschränkten Blickwinkel zu bestehen, ist beschämend.

Es gab diesen berühmten 4-Stufenplan des Senats, wir sind nun seit geraumer Zeit über Stufe 4 hinaus und es ist in keinster Weise klar, wie Stufe 5, 6 und 7 aussehen sollen, an welche Inzidenzen sie gekoppelt sind. Die Zahlen fallen stetig, aber statt die Bewegungsfreiheit in Hamburg zu erhöhen, werden die Gastronomie weiter mit Sperrstunden beschnitten und Alkoholverbote im öffentlichen Raum verschärft, bzw. sogenannte Hotspots installiert, mit festen Verbotsschildern versehen, die schwer danach aussehen, als wären sie gekommen um zu bleiben.

Was die Hamburger Politik hier veranstaltet, hat im Grunde nicht mehr viel mit Pandemiebekämpfung zu tun, und grenzt an Willkür. Wie auf der Pressekonferenz letzten Dienstag Tschentscher auf Nachfrage eines Journalisten bestätigte, haben bestimmte Reglementierungen überhaupt nichts mit Corona zu tun, hier ginge es um die ‚öffentliche Ordnung‘.

Der Florapark-Rave ist mittlerweile über 2 Wochen her und hatte keinerlei Anstieg der Inzidenzen zur Folge. Und wenn da nun nicht viel passiert ist, worauf warten wir dann? Es ist ja klar, dass man bestimmte Situationen nun nicht ausarten lassen oder forcieren muss, aber wie passt diese übertriebene Vorsicht bezüglich Treffen unter freiem Himmel und dem Überhöhen des ‚Teufels Alkohol‘ mit stetig sinkenden Fallzahlen und dem nur sehr zögerlichen Eingreifen der Politik in andere wirtschaftliche Bereiche zusammen? Wurde vergangenen Herbst nicht hinlänglich aufgezeigt, dass die Gastronomie nicht als Pandemietreiber fungierte, als diese im November komplett geschlossen wurde und die Zahlen trotzdem stiegen? Spielen wir jetzt das umgekehrte Spiel, die Zahlen fallen, aber der ‚Lockdown light‘ wandelt sich für uns in eine ‚Prohibition light‘?

Wir erwarten vom Hamburger Senat, dass er endlich einen auf Inzidenzen basierenden Fahrplan ausarbeitet und vorlegt, der planbar macht zu welchen Zeitpunkten welche Einschränkungen fallen. Denn momentan hat es den Anschein, als würden lediglich unter dem Deckmantel der Coronabekämpfung unliebsame Branchen und Stadtgebiete ruhiggestellt.

Von |2022-01-30T18:03:12+01:0015. Juni 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Was für eine Überraschung

Was für eine Überraschung

04. Juni 2021

Zum ersten Mal seit Pandemie-Beginn hat der Senat in einer Änderungsverordnung die Existenz von Bars in der Hansestadt bestätigt. Auf Seite 25 in der neuen Änderungsverordnung findet sich folgende Formulierung:

„Diese Regelung zur Beschränkung der Öffnungszeiten gastronomischer Angebote in Innenräumen ist dringend erforderlich, um die nach den Erkenntnissen des Verordnungsgebers besonders gefahrgeneigten Betriebsmodelle zur Nachtzeit aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage (auf die Ausführungen unter A. wird Bezug genommen) vorerst nicht zu gestatten.“

Wow! Besonders gefahrgeneigte Betriebsmodelle zur Nachtzeit. So sieht man im Rathaus also Bars und Kneipen. Das erklärt das 15-monatige Schweigen bei den unzähligen Landespressekonferenzen. Wir freuen uns auf all die Gäste, die mutig und unerschrocken sind, sich in die neuen Gefahrengebiete des Hamburger Nachtlebens zu stürzen. Prost!

Kachel: Lore Hamburg. Wir erwägen, allen Mitgliedern des Barkombinats eine solche Kachel für die Fassade ihres Betriebes zur Verfügung zu stellen.

Von |2022-01-14T15:42:55+01:004. Juni 2021|Uncategorized|0 Kommentare

Bars sind Kulturorte

Bars sind Kulturorte!

01. Juni 2021

Was ist eine Bar, eine Kneipe? In der Denkweise der Politik handelt es sich um einen Gastronomiebetrieb, ein Unternehmen – und gehört deshalb in die Obhut der Wirtschaftsbehörde. Anders als der Großteil der Wirtschaft sind Bars und Kneipen im Shutdown jedoch wie Kulturorte behandelt worden und vollständig geschlossen worden. Nun hat kein:e Barbetreiber:in, die ihre sieben Sinne beisammen hatte, gefordert, dagegen aufbegehrt. Es ist offensichtlich, dass sie – wie Clubs und Raves – die maximale Antithese zu einer Pandemie sind. Es geht um Nähe, um Liebe, um Lachen, um Ekstase. Ein jedes Virus verbreitet sich da binnen Minuten im Gedränge. Aber genau das macht sie eben auch zu Kulturorten. Doch während andere Kulturorte von der Kulturbehörde tatsächlich unterstützt werden, fristen Bars und Kneipen ein Nischendasein als Untersegment der Gastronomie, für die Wirtschaftsbehörde keinen weiteren Gedanken wert. Geschweige denn einen Cent.

Es mag sein, dass die Bar- und Kneipengastronomie gemessen an absoluten Umsätzen nicht zu den potentesten Branchen der Wirtschaft gehört. Im ausufernden Städtetourismus der 2010er Jahre, in dem die Städte langsam, aber sicher ihre Substanz aufzehren, ist sie für die Politik ein Blickfang, aber kein Schwergewicht. In ihrer Kleinteiligkeit wird sie in austauschbaren Einheiten gedacht. Dieses Denken hat vor einiger Zeit Lars Feld, Ökonomie-Professor und einer der fünf deutschen „Wirtschaftsweisen“, im Handelsblatt ganz unverblümt auf den Punkt gebracht: „Gerade im Gastro-Bereich funktioniert die kreative Zerstörung am ehesten: Eine Kneipe ist doch schnell neu eröffnet, wenn es wieder geht.“

Nun kann man von Ökonomen vielleicht nicht mehr erwarten, als dass sie neoliberale Platitüden im Gefolge von Joseph Schumpeter von sich geben. Von der Politik würde man sich zumindest wünschen, dass sie noch zwei Meter weiter blicken kann. Doch die neoliberale Konditionierung ist zu weit fortgeschritten.

In einer Gesellschaft, in der seit Jahrzehnten wirklich alles und jedes als Profitcenter gedacht, in der jede soziale Handlung nach und nach kommodifiziert wird, ist eine Bar, eine Kneipe eine simple Dienstleistung. Austauschbar. Der Markt wird es richten.

Jede:r Barbetreiber:in weiß es besser. Bars und Kneipen sind viel mehr als Abgabestellen für eine in Flüssigkeiten verabreichte Dienstleistung, die nüchtern mit doppelter Buchführung geplant wird. Sie sind Orte, in denen Menschen zusammenkommen, ein sozialer Mikrokosmos aus Leidenschaften, aus Begehren, aus Wahlverwandtschaften. John Moehringer hat dies in seinem wunderbaren Roman „Tender Bar“ beschrieben: „Stand man in der Mitte der Bar, konnte man sehen, wie Männer und Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten einander belehrten und beschimpften… Man hörte Barkeeper wie Philosophenkönige parlieren, während sie zwischendurch Wetten abschlossen und Pink Squirrels mixten.“ Ein solcher Mikrokosmos lässt sich nicht mit einem Business-Plan im Handumdrehen rekonstruieren.

Die Bar, die Kneipe ist schon früh ein Mikrokosmos der gesellschaftlichen Subversion gewesen. Bereits 1520 notiert Erasmus von Rotterdam über die ersten kommerziellen Gastschenken in Europa: „Alles setzte sich. Reich und Arm, Herr und Knecht, alles durcheinander, kein Standesunterschied, gewöhnlich acht an einem Tisch…“ Der ständischen Gesellschaft ist es höchst suspekt, wenn am Tisch, am Tresen Menschen sich als Menschen begegnen und dabei die gesellschaftliche Hierarchie einebnen, und sei es nur für einige Stunden.

Mit Beginn der Industrialisierung wandelt sich die Schenke zur Arbeiterkneipe. Dabei geht es gar nicht nur darum, die Zumutungen des frühen Fabrik-Kapitalismus mit Schnaps und Bier für einen Abend vergessen zu machen. Weil Versammlungen unter freiem Himmel verboten sind, bieten sich Kneipen als Ort des Austauschs, der politischen Arbeit an. „Ohne die Kneipe hätte sich das Proletariat gar nicht als eigenständiges Subjekt konstituieren können“, hieß es einmal treffend in der 2007 eingestellten Berliner Stadtzeitung Scheinschlag.

Die Kneipe ist dabei immer auch ein kollektives Wohnzimmer, erst recht in der Stadt, wo die Wohnungen zu beengt sind. Dort geht es nicht per se freundlich zu – nicht alle müssen sich in die Arme fallen, nur weil sie nebeneinander wohnen, Raufereien kommen vor. Aber die Kneipe gibt den Bewohner:innen ein Gefühl der Zugehörigkeit, das die Klassengesellschaft ihnen verwehrt. Die Kulturarbeiter:innen des 20. Jahrhunderts setzen diese Tradition fort. Das Bürgertum ist zwar – immer mit sicherem zeitlichen Abstand – auf all die Werke aus Kunst, Literatur, Musik stolz, die an eben diesen Orten entstanden sind. Aber die Orte sind ihm bis heute suspekt. Es erträgt die in heiterer Hemmungslosigkeit produktive Durchmischung nicht.

Die städtische Bar der 2000er und 2010er Jahre steht hier durchaus in der Tradition der Arbeiter- und Kulturarbeiterkneipe. In ihr Treffen sich die Informations- und Symbolarbeiter:innen der postfordistischen Gesellschaft. Der Tresen wird zum Katalysator, an dem Einfälle aufeinander treffen und sich zu Ideen verdichten, umso mehr, als Arbeit und Freizeit zunehmend entgrenzt sind.

Das neoliberale Mindset kann die Bedeutung von Bars als Kulturorte nicht begreifen, und es kennt auch das Konzept eines sozialen Raums nicht. Henri Lefebvre hat in „Die Produktion des Raumes“ darauf hingewiesen, dass Raum nicht einfach ein „Container, unabhängig von seinem Inhalt“ ist. Der soziale Raum, schreibt Lefebvre, „ist das Ergebnis einer Folge und einer Menge von Begebenheiten und kann nicht auf ein simples Objekt reduziert werden.“

So wie Bars und Kneipen nach innen ein gesellschaftlicher Mikrokosmos sind, prägen sie nach außen einen Platz, eine Straße, eine Kreuzung, zusammen mit anderen Gewerben. Sie alle erzeugen Bewegungen in diesem sozialen Raum, auf den ersten Blick unsichtbare Verbindungen, ein Gefüge aus menschlichen Beziehungen. Oder in Lefebvres Worten: „Die Form des sozialen Raums ist Begegnung, Versammlung, Gleichzeitigkeit.“

Auch in dieser Hinsicht sind Bars, Kneipen und andere Gewerbe nicht einfach folgenlos austauschbar. Verschwindet eine Inhaber-geführte Bar und wird durch eine solventere Systemgastronomie ersetzt, verändert sich das Publikum im sozialen Raum. Die Begegnung, die Versammlung ist nicht mehr dieselbe wie zuvor. Viele begreifen eine solche Veränderung erst nach einer geraumen Zeit, wenn sie unübersehbar geworden ist, und beklagen sie dann. Aber sie können sich die Veränderung, wenn diese noch bevorsteht, nicht vorstellen. Und flüchten sich in hilflose Phrasen, nichts habe eben Bestand, es sei „normal“, dass sich die Dinge verändern.

Steigende Gewerbemieten, aber eben auch Veränderungen im sozialen Gefüge haben seit langem einen enormen Druck auf Bars und Kneipen ausgeübt. In manchen Stadtteilen hat beides schon vor Jahren zu einem spürbaren Kneipensterben geführt. Pandemie-bedingte Insolvenzen könnten diese Entwicklung 2021 beschleunigen. Im Worst Case verliert die Stadt etliche in der Nachbarschaft verankerte Kulturorte.

In den äußeren Stadtteilen werden diese wahrscheinlich ersatzlos verschwinden, wie es in einem der ärmsten Stadtteile, in Dulsberg, bereits seit Jahren zu beobachten ist. In den inneren Stadtteilen werden sie in Teilen durch gastronomische Durchgangsorte für ein touristisches Publikum ersetzt, wie man sie in der Hamburger Hafencity findet. Dulsberg und Hafencity stehen exemplarisch für zwei Varianten einer Post-Pandemie-Stadt, in der etwas Wichtiges verloren gegangen ist: Leidenschaft, Nähe, Begehren, produktive Durchmischung jenseits gesellschaftlicher Hierarchien.

Die Corona-Pandemie ist eine letzte Chance, sich der neoliberalen Idiotien bewusst zu werden und sie abzuschütteln. Die Politik wird dies von selbst nicht tun. Es ist an der Gesellschaft zu sagen: bis hierher und nicht weiter.

Niels Boeing (Eine längere Version dieses Textes erschien in der Januar-Ausgabe des Magazins dérive)

Das Foto zeigt die Bar TGI Fridays in Manhattan 1966, eine der ersten Single-Bars in New York City, fotografiert von Sam Falk (1901 – 1991).

Von |2022-01-13T19:29:30+01:001. Juni 2021|Uncategorized|0 Kommentare

FAQ zur Wiedereröffnung von Bars und Kneipen

FAQ zur Wiedereröffnung von Bars und Kneipen

22. Mai 2021

Grundsätzlich sind in der seit heute gültigen Version der Eindämmungsverordnung die § 15 Absätze 3a und 4 (Regelungen für Gaststätten) und § 7 (Kontaktdatenerfassung) maßgeblich.

Die Antworten basieren in Teilen auf Auskünften, die uns die Sozialbehörde gestern abend hat zukommen lassen.
Danke an dieser Stelle an die Mitarbeiter:innen der Behörde, die unsere Fragen beantwortet haben.

Wird es in der Anfangsphase wieder eine Sperrstunde geben?

Nein. Etwaige zeitliche Beschränkungen für die Außengastronomieflächen ergeben sich ausschließlich aus der Konzession für diese Flächen.

Ist das Alkoholverkaufsverbot von 22:00 bis 6:00 aufgehoben?

Ja, aber nur für die Außenflächen der Gastronomie. Außerhalb dieser Flächen darf nach 22:00 weiterhin kein Alkohol verkauft werden. Siehe § 13 (4).

Gibt es ein Alkoholkonsumverbot auf öffentlichen Flächen?

Ja. Es gilt montags bis freitags ab 14:00, samstags und sonntags ganztägig an ausgewiesenen Orten. Außengastronomieflächen sind davon ausgenommen. Siehe § 4d (1).

Was bedeuten Alkoholverkaufsverbot und Alkoholkonsumverbot außerhalb von Außengastronomieflächen für den Bar- und Kneipenbetrieb?

Bar- und Kneipenbetreiber:innen müssen darauf achten, dass Kund:innen keine alkoholischen Getränke „to go“ kaufen und diese neben/außerhalb der Außengastronomiefläche trinken, wenn diese an den ausgewiesenen Orten liegen, für die ein Alkoholkonsumverbot gilt, siehe § 4d (1).

Solange nur eine Bewirtung auf Außenflächen erlaubt ist: Können Gäste für den Gang auf die Toilette oder zum Bezahlen in den Innenraum einer Bar oder Kneipe kommen? 

Ja.

Welche Gruppengröße von Gästen wird in der Anfangsphase gelten?

Höchstens 5 Personen aus 2 Haushalten an einem Tisch, siehe § 15 (3a).

Müssen zwischen den 5er-Gruppen Abstände eingehalten werden?

Ja, 1,50 Meter, siehe § 15 (4) 3.

Wie soll die digitale Kontaktdatenerfassung erfolgen?

Sie kann mit der Luca App oder ähnlichen Apps erfolgen. Es gilt § 7 der Eindämmungsverordnung. Eine Verpflichtung, ausschließlich die Luca App zu benutzen, gibt es nicht.

Wird soll eine Kontaktdatenerfassung bei Gästen erfolgen, die keine Smartphones haben?

Für diese Gäste gilt die schriftliche Erfassung per Liste oder besser per Einzelformular, siehe auch hier § 7.

Werden in der Anfangsphase Reservierungen für Gäste vorgeschrieben?

Nein, eine Terminbuchung ist nicht erforderlich.

Welche Testvorgaben gibt es für Bar-Mitarbeiter:innen?

Nur die Vorgaben nach der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (Testangebot):

  • grundsätzlich mindestens 1-mal pro Woche.
  • für  besonders gefährdete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die  tätigkeitsbedingt häufige Kundenkontakte haben oder körpernahe  Dienstleistungen ausführen, mindestens 2-mal pro Woche. Auch  Beschäftigte, die vom Arbeitgeber in Gemeinschaftsunterkünften  untergebracht werden, müssen 2-mal pro Woche ein Testangebot erhalten.
  • Die Kosten für die Tests tragen die Arbeitgeber.

Die Verordnung steht hier: https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/sars-cov-2-arbeitsschutzverordnung.html

Wird darüber nachgedacht, auch Bar-Mitarbeiter:innen als Arbeitnehmer:innen mit überdurchschnittlichem Kundenkontakt impftechnisch zu priorisieren, so wie es bereits für einige Mitarbeiter:innen des Einzelhandels geschehen ist?

Dazu gibt es bisher keine Informationen.

Werden nur Gäste mit negativem Testergebnis oder Impfnachweis bewirtet werden können?

Nein. Eine Testpflicht für Gäste gibt es (derzeit) nicht.

Gibt es weitere Auflagen für geimpfte Gäste und geimpftes Barpersonal?Gelten die AHA-Regeln für diese weiterhin?

Es gibt keine weiteren Auflagen, es gelten die AHA Regeln.

Wie sollen Impf- und Testnachweise von Gästen u. Mitarbeiter:innen, falls gefordert, kontrolliert und dokumentiert werden? Mit der Corona-Warn-App?

Das ist (derzeit) nicht erforderlich.

Wie können Gäste ohne Smartphone Impfung oder Testergebnis nachweisen?Woran können wir die Echtheit solcher Nachweise erkennen?

Das ist (derzeit) nicht erforderlich.

Wer ist im Falle von Verstößen seitens der Gäste regresspflichtig?

Derjenige, der gegen die Hygienregeln verstößt, erfüllt ggf. einen Ordnungswidrigkeitentatbestand.

Von |2022-01-13T19:15:30+01:0022. Mai 2021|Aktuelles|0 Kommentare

Offener Brief an Sozialsenatorin Melanie Leonhard und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann

Offener Brief an Sozialsenatorin Melanie Leonhard und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann

16. Mai 2021

Sehr geehrte Frau Leonhard, sehr geehrter Herr Westhagemann,

mit Erstaunen haben wir den Medien Äußerungen des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher entnommen, dass eine Öffnung der Außengastronomie schon ab Pfingsten denkbar sei. Nach dem zuletzt vorgestellten Öffnungsfahrplan waren wir davon ausgegangen, dass Bars und Kneipen ihre Außenflächen frühestens ab dem 2. Juni wieder öffnen könnten. Zwar sind wir Barbetreiber:innen nach den harten Shutdown-Monaten froh, wenn wir wieder Gäste begrüßen können. Aber nach den unglücklichen Erfahrungen vom Mai 2020 würden wir gerne ein „Öffnungschaos 2.0“ vermeiden und rechtzeitig vor Wiedereröffnung die neuen Regeln und Rahmenbedingungen kennen, um ab Tag 1 alle Vorkehrungen möglichst reibungslos umsetzen zu können.

Für uns sind Stand heute eine ganze Reihe Fragen offen, ohne deren Beantwortung wir nicht abschätzen können, ob eine Wiedereröffnung wirtschaftlich überhaupt tragfähig ist:

– Welche Testvorgaben gibt es für Bar-Mitarbeiter:innen?

– Oder wird darüber nachgedacht, auch Bar-Mitarbeiter:innen als Arbeitnehmer:innen mit überdurchschnittlichem Kundenkontakt impftechnisch zu priorisieren, so wie es bereits für einige Mitarbeiter:innen des Einzelhandels geschehen ist?

– Werden nur Gäste mit negativem Testergebnis oder Impfnachweis bewirtet werden können?

– Gibt es weitere Auflagen für geimpfte Gäste und geimpftes Barpersonal? Gelten die AHA-Regeln für diese weiterhin?

– Welche Gruppengröße von Gästen wird in der Anfangsphase gelten?

– Wie sollen Impf- und Testnachweise von Gästen u. Mitarbeiter:innen, falls gefordert, kontrolliert und dokumentiert werden? Mit der Corona-Warn-App?

-Wie können Gäste ohne Smartphone Impfung oder Testergebnis nachweisen? Woran können wir die Echtheit solcher Nachweise erkennen?

– Wird die Kontaktdatenerfassung mit der Corona-Warn-App oder mit der Luca-App erfolgen?

– Wird soll eine Kontaktdatenerfassung bei Gästen erfolgen, die keine Smartphones haben?

– Werden in der Anfangsphase Reservierungen für Gäste vorgeschrieben?

– Wird es in der Anfangsphase wieder eine Sperrstunde geben?

– Solange nur eine Bewirtung auf Außenflächen erlaubt ist: Können Gäste für den Gang auf die Toilette oder zum Bezahlen in den Innenraum einer Bar oder Kneipe kommen?

– Wer ist im Falle von Verstößen seitens der Gäste regresspflichtig?

Wie man sieht, ist die Situation heute komplexer als im Frühjahr 2020, gerade weil es inzwischen Impfstoffe und breite Testmöglichkeiten gibt, was an sich für alle sehr erfreulich ist. Es würde der Komplexität der Situation nicht gerecht, wenn wir uns wie im Vorjahr alle Regeln für eine Wiedereröffnung aus einer neuen Version der Corona-Eindämmungsverordnung erschließen müssten. Wir hatten bereits in den vergangenen Wochen versucht, mit dem Amt für Gesundheit in der Sozialbehörde diesbezüglich ins Gespräch zu kommen, ein solches fand bisher jedoch nicht statt.

Umso wichtiger wäre es für uns, jetzt noch rechtzeitig gemeinsam mit Ihnen die neuen Regeln zu klären und dabei eine praktikable und sichere Lösung zu finden. Denn wir wollen alle, dass es 2021 besser läuft als 2020 und dass die Bars und Kneipen der Hansestadt eine wirtschaftliche Perspektive haben, die ihnen das Überleben sichert.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr barkombinat Hamburg

Von |2022-01-13T19:30:46+01:0016. Mai 2021|Uncategorized|0 Kommentare

Moin Hamburg, Wie geht es uns

Moin Hamburg, wie geht es uns?

12. Mai 2021

Ein Jahr Corona später, und fast nichts hat sich für uns Barbetreiber:innen geändert. Nachdem wir im Herbst letzten Jahres presse- und politiktechnisch zum Pandemietreiber und somit als durchregulierungswürdig eingestuft wurden, hat die reine Schließung der Gastronomie- und Kulturwelt im November letzten Jahres eines deutlich gemacht: Pandemietreiber:innen waren wir nicht. Trotz Einstellung der Barbetriebe gingen die Inzidenzen fröhlich weiter nach oben, trotz Stillegen des gesamten Freizeitsektors bekam man den Infektionszuwachs nicht in den Griff.

In den übrigen Teilen der Wirtschaft mochte die Politik nicht so recht eingreifen. Statt eines kurzen echten Lockdowns mit Einschränkungen in ALLEN Bereichen wurde monatelang ein ‚Lockdown light‘ verhängt, der uns Barbetreiber:innen zum sogenannten ‚Sonderopfer‘ nötigte und uns damit zu Bittsteller:innen gegenüber Vermieter:innen, Arbeitsämtern und Politik degradierte.

Das ist in doppelter Hinsicht seltsam: Während uns die Politik sagt, wir seien auf keinen Fall auch Kulturorte, rechnet sie uns dann indirekt doch nicht wieder der Wirtschaft zu, die alles in allem vom Lockdown unbehelligt blieb. Darüber wird noch zu reden sein. Wir erinnern uns: Letztes Jahr im Mai ging es ohne Vorabinformationen ganz plötzlich wieder los mit gastronomischen Öffnungsszenarien, und das unter haarsträubenden Bedingungen. Die meisten von uns waren so froh, wieder loslegen zu dürfen, dass sie sich davon nicht haben einschüchtern lassen, es wurde sich gegenseitig Hilfestellung geleistet, man suchte sich seine Informationen aus Verordnungen und Gesprächen mit diversen Ämtern zusammen, überlegte sich Mittel und Wege, Kontaktdaten vernünftig erfassen zu können und die Betriebe hygienesicher zu machen.

Unsere Bemühungen wurden an allen Ecken und Enden kontrolliert, die Nichteinhaltung der Hygieneregeln auch von Gastseite den Barbetreiber:innen zur Last gelegt. Demgegenüber stehen die ‚Empfehlungen‘ der Politik an Arbeitgeber:innen anderer Bereiche – wo für unsere Branche längst Arbeitsweisen kontrolliert wurden und ein Bußgeldkatalog existierte, mochte die Politik in Büros kaum mehr Maskenpflichten aussprechen oder Homeoffice vorschreiben geschweige denn kontrollieren. Dieses Szenario scheint ab Juni wohl in die zweite Runde zu gehen. Rund um Hamburg wird die konkrete Öffnung der Gastronomie zumindest besprochen, und zwar sowohl für Außen- als auch für Innenräume. Für welche Betriebe ein reines Öffnen der Außenflächen überhaupt Sinn macht, steht, besonders vor den auch in diesem Jahr nicht besonders kooperationsbereiten Bezirksämtern, mit denen nun erneut ein Ringen um (zusätzliche) Außenflächen ansteht, auf einem gesonderten Blatt.

Aber SCHON WIEDER werden wir vor dem Problem stehen, dass es Regeln für die Gastronomie bezüglich Haushalten, Sperrstunden, Masken etc. geben wird, die die Menschen in Parks oder Ähnliches treiben dürften, wo diese Arten der Reglementierung nicht stattfindet. Wieder werden wir uns Gedanken machen dürfen, wie es mit der Aufnahme der Kontaktdaten laufen soll, da immer noch keine einheitliche (digitale) Lösung gefunden wurde. Hinzu kommt nun auch noch das Erfassen der Ergebnisse von Schnelltests bzw. die Kontrolle von Impfausweisen.

Personalausweise dürfen wir nicht verlangen, aber ein Testzertifikat oder Impfausweis ist ohne einen Personalausweis zum Namensabgleich das Papier nicht wert,auf dem es steht. Unter diesen doch recht wackeligen Umständen sollen wir und unsere Mitarbeiter:innen uns dann in den Gästekontakt begeben und das aller Voraussicht nach auch noch ungeimpft, weil Mitarbeiter:innen des Gastgewerbes keiner Priogruppe angehören? Selbst wenn einige von uns es schaffen, sich die erste Dosis Astra noch im Mai abzuholen, ist der vollständige Impfschutz erst ab Mitte/Ende August zu erwarten. Die Stadt Hamburg bietet uns also, mal wieder, keinerlei nennenswerte Perspektiven an, ist immer noch nicht in der Lage, mit uns zusammen an Öffnungsszenarien zu arbeiten, die allen das Leben erleichtern würde. Dann kann man nur hoffen, dass wir dieses Jahr nicht wieder spontan in einem Nebensatz der Pressekonferenz erfahren, wie es nun mit uns weitergehen soll.

Von |2022-01-13T19:25:50+01:0012. Mai 2021|Uncategorized|0 Kommentare

Hey Senat wir müssen über Unternehmerlöhne reden.

Hey Senat, wir müssen über Unternehmerlöhne reden.

14. April 2021

Seit November letzten Jahres sitzt die Hamburger Bar- und Kneipenlandschaft buchstäblich auf dem Trockenen.

Nach knapp einem halben Jahr ohne Umsätze ist es alleine schon eine Herausforderung, die Fixkosten der Betriebe zu stemmen, die derzeit per Überbrückungshilfe III gefördert werden. Die Reserven sind weg und ein Unternehmerlohn ist im Programm der ÜIII nicht vorgesehen. Das sah im letzten Jahr schon ähnlich aus: Die Soforthilfe der ersten Pandemiemonate wurden als sogenannte zweckgebundene Gelder ausgezahlt und auch in den Überbrückungshilfen I und II durfte privater Bedarf nicht eingerechnet werden.

Eine einmalige Form von Unternehmerlohn tauchte in der November- und Dezemberhilfe auf. Die erste und bisher einzige finanzielle Unterstützung, die wirklich einen Teil des Schadens regulieren konnte. Doch auch hier musste man sehr vorsichtig sein, auch diese Hilfen galten als zweckgebundene Gelder. Bedeutet: In dem Moment, in dem etwas davon auf dem privaten Konto landete, wurde es als Einnahme betrachtet und von der Grundsicherung, auf die wir reihenweise verwiesen wurden, abgezogen. Bitte nicht falsch verstehen: Grundsicherung ist eine sinnvolle Sache, die einige von uns in den letzten Monaten wirklich vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Aber wie kann es sein, dass Unternehmer:innen, denen ihr Unternehmen untersagt wird, in die Situation kommen, eine persönliche Bedürftigkeit darlegen zu müssen?

Daran, dass von Seiten der Politik in nunmehr über einem Jahr keine dauerhafte verlässliche wirtschaftliche Hilfe gekommen ist und mehr nach dem Gießkannenprinzip gehandelt und zu Teilen wirklich absurde Förderungsbedingungen an Gelder geknüpft wurden, hat sich unsereins ja schon fast gewöhnt. Unsere Betriebe interessieren hier nicht so recht, Kneipen und Bars sind weit unten in der Nahrungskette, austauschbar, verzichtbar, wir haben es verstanden.

Aber wie sieht es denn mit den ganz privaten Existenzen aus? Für die private Existenzsicherung müssen Selbständige Arbeitslosengeld II beantragen. Der Zugang wurde deutlich erleichtert, aber es fallen immer noch viele Unternehmensinhaber:innen, Freiberufler:innen und Solo-Selbstständige durchs Raster, da es keine Corona-spezifischen Änderungen bei der Betrachtung der Bedarfsgemeinschaften gegeben hat. Wenn also „nur“ das Einkommen eines selbständigen Mitglieds der Gemeinschaft wegfällt, das Einkommen der anderen Person(en) aber dazu ausreicht, die Existenz aller Mitglieder zu sichern, besteht kein Anspruch auf Leistungen. Tatsächlich hätten wir längst eine umfassende Arbeitslosenversicherung für Selbstständige gebraucht, die den unmittelbaren Weg in die Grundsicherung vermeidet. Aber das Kind ist in den Corona-Brunnen gefallen und wird uns durch diese Zeit so oder so nicht mehr helfen können.

Einzelne Bundesländer wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg wichen von diesen Vorgaben des Bundes ab und finanzierten aus Landesmitteln einen sogenannten fiktiven Unternehmerlohn. Die Stadt Hamburg hat sich hier, wie so oft in letzter Zeit, wenn es um die Unterstützung ihrer Gastronomie ging, in hanseatischer Zurückhaltung geübt.

Dementsprechend fordern wir von der Stadt Hamburg die Schaffung eines Unternehmerlohns, der nicht an Bedingungen geknüpft, sondern an die Lebensumstände der UnternehmerInnen angepasst wird. Das würde die Jobcenter entlasten, die mit der Masse an Kurzarbeitergeld-Anträgen sowieso schon ihre liebe Mühe haben und unverschuldet in private Existenznot geratene Betriebsinhaber:innen nicht zu Bittsteller:innen gegenüber dem Sozialstaat werden lassen.

Von |2022-01-13T19:33:18+01:0014. April 2021|Uncategorized|0 Kommentare

So sieht’s aus. Zur Lage der Bars.

So sieht’s aus. Zur Lage der Bars.

29. März 2021

Wir haben Ende Februar die Mitglieder des barkombinats gefragt, wie die Lage ist. So ist die Lage.

Etliche Bars nannten in einer weiteren Frage Unternehmerlohn und Gewerbemiete als drängende Probleme.

Keine Bar hat von der gesetzlichen Regelung zur Gewerbemiete vom 23.12.2020 Gebrauch gemacht, die Gerichten nahelegt, bei Forderungen nach Mietnachlass an Vermieter*innen zugunsten der Gewerbetreibenden zu entscheiden. Denn natürlich hat niemand Lust, Klage einzureichen, wenn man nach Ablauf des Gewerbemietvertrags einen neuen haben will. Damit erweist sich die Regelung als zahnlos.

Von |2022-01-13T19:44:17+01:0029. März 2021|Uncategorized|0 Kommentare

Moin Senat wir müssen über Gewerbemieten reden

Moin Senat, wir müssen über Gewerbemieten reden.

27. Februar 2021

OK, wir wissen, dass du nicht gerne redest. Seit knapp einem Jahr hüllst du dich der Gastronomie gegenüber in Schweigen. Abgesehen von einer Beteiligung an der Soforthilfe im letzten Frühjahr, wo jedes Bundesland das Geld des Bundes mit seinem Anteil ergänzt hat, ist von dir nichts mehr gekommen. Gar nichts. Das ist schon ziemlich traurig und reichlich desillusionierend.

Wirklich richtig deutlich wird deine Einstellung den Bars und Kneipen gegenüber an der Tatsache, dass allen voran die städtischen Vermieter*innen wie SAGA, Sprinkenhof oder auch die Steg als Verwalterin keinerlei Entgegenkommen bezüglich der Miethöhen erkennen lassen. Wie kann das sein?

Dein „Hamburger FAIRmiet Appell“ vom 23. November 2020 (Link unten) verhallt offensichtlich gerade in den eigenen Reihen ungehört. Wäre es nicht DIE Gelegenheit gewesen, hier mit gutem Beispiel voranzugehen?

Stattdessen klopft man sich selbst auf die Schulter ob der großzügigen Stundungsvereinbarungen.

Müssen wir wirklich noch irgendjemandem erklären, dass Stundungen von Mietkosten, die weiterhin geschuldet sind, nichts anderes sind als ein Tod auf Raten? Wann sollte man wohl diesen Schuldenberg wieder abtragen können? Selbst wenn irgendwann wieder unter wirtschaftlich haltbaren Bedingungen gearbeitet werden kann, werden die Margen nicht hoch genug sein.

Abgesehen davon sind die Gewinne, die uns jetzt entgehen, nicht aufzuholen. Kein einziger im letzten Jahr nicht georderter Drink wird in diesem Jahr zwei mal getrunken werden! Dementsprechend sind die Hilfen, die uns erreichen, zu einem sehr großen Teil nichts anderes als eine Wirtschaftsförderung der Immobilienbranche, dieses Geld wird quasi „durchgereicht“.

Und da ist etwas grundsätzlich faul. Warum müssen sich nicht auch Vermieter*innen an dem Spiel um den Nachweis von Verdienstausfällen und dem Stellen von Hilfeanträgen beteiligen, warum haben ausgerechnet sie einen unangefochtenen Anspruch auf ihren Gewinn?

Es wird selbstverständlich auch in dieser Branche Fälle geben, in denen Darlehensverträge und Verbindlichkeiten bedient werden müssen und die Mieteinnahmen das Überleben sichern, das möchten wir niemandem absprechen. Aber genauso wie nicht jeder gastronomische Betrieb Anspruch auf Hilfeleistungen hatte und hat und die Beweislast, eben diesen Anspruch zu haben, bei den einzelnen Betrieben liegt, hat es einen faden unsolidarischen Beigeschmack, der Immobilienbranche durch die gegenwärtige Formulierung des Gewerbemietrechts ihren Gewinn zu garantieren.

Deshalb, Senat, ruf bei den städtischen Gewerbevermieter*innen SAGA und Sprinkenhof an, bei der STEG Hamburg, die städtische Gewerbeflächen verwaltet, und sprich ein deutliches Wort:

Mietnachlass für alle Mieter*innen von städtischen Gewerbeflächen rückwirkend zum 1. Januar 2021! Auf dass die privaten Vermieter*innen sich ein Beispiel nehmen.

Der Hamburger FAIRmiet Appell: https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/14673978/2020-11-23-fb-bwi-bsw-corona-fairmiet/

Von |2022-01-14T15:55:29+01:0027. Februar 2021|Uncategorized|0 Kommentare

Spenden ans barkombinat Hamburg

Spenden ans barkombinat Hamburg

16. Januar 2021

Liebe Freund*innen der Hamburger Barkultur,

wir sind in den vergangenen Monaten immer wieder mal gefragt worden, wie man dem barkombinat Hamburg e.V. unter die Arme greifen kann. Deshalb haben wir jetzt die Möglichkeit geschaffen, uns per Paypal bei zukünftigen Aktionen zu unterstützen.

http://paypal.me/barkombinat

Damit könnt ihr uns direkt dabei helfen, das barkombinat Hamburg e.V. als eine feste Vertretung für die Interessen von inhabergeführten Schankwirtschaften, Bars und Kneipen in unserer Stadt zu verankern und die zukünftige Organisation und Struktur des Vereins zu stärken. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und alle Mitwirkenden arbeiten ehrenamtlich.

Wenn ihr eure Lieblingsbar gezielt unterstützen möchtet, findet ihr zahlreiche Möglichkeiten über facebook, instagram und betterplace.org oder betterplace.me, die unsere Mitglieder eingerichtet haben. Unten sind alle Bars aus dem Barkombinat aufgelistet, schaut mal auf deren Facebook- oder Instagram-Seiten, ob sie eine Hilfsaktion gestartet haben.

Kommt gut durch die dunkle Jahreszeit und passt auf euch auf!

Euer barkombinat Hamburg e.V.

Von |2022-01-14T16:02:01+01:0016. Februar 2021|Uncategorized|0 Kommentare

2021 muss anders werden

2021 muss anders werden

01. Februar 2021


Das Katastrophen-Jahr 2020 darf sich nicht wiederholen.

Wir fordern*:

  • Rechtzeitige Informationen über geplante Lockerungen der Corona-Verordnungen, mindestens eine Woche vor Veröffentlichung
  • Einbindung des Barkombinats in die Formulierung von Hygiene-Regeln für Bars und Kneipen für die Wiedereröffnung
  • Anerkennung von Bars und Kneipen als Kulturorte
  • Einen Unternehmerlohn für Betreiber*innen von Bars und Kneipen, solange sie nicht wirtschaftlich arbeiten dürfen, nach dem Vorbild von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen
  • Einsatz des Bundeslands Hamburg für eine schnelle und grundlegende Reform des Gewerbemietrechts bei Katastrophen-Fällen wie einer Pandemie

* Zu jeder Forderung haben wir als Barkombinat detaillierte Ideen. Leider haben wir trotz mehrfacher Bitten bisher nicht die Chance bekommen, sie Senat und Behörden direkt zu erläutern. Auch das muss sich ändern!

Von |2022-01-14T15:59:22+01:001. Februar 2021|Uncategorized|0 Kommentare
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