Moin Senat wir müssen über Gewerbemieten reden

Moin Senat, wir müssen über Gewerbemieten reden.

27. Februar 2021

OK, wir wissen, dass du nicht gerne redest. Seit knapp einem Jahr hüllst du dich der Gastronomie gegenüber in Schweigen. Abgesehen von einer Beteiligung an der Soforthilfe im letzten Frühjahr, wo jedes Bundesland das Geld des Bundes mit seinem Anteil ergänzt hat, ist von dir nichts mehr gekommen. Gar nichts. Das ist schon ziemlich traurig und reichlich desillusionierend.

Wirklich richtig deutlich wird deine Einstellung den Bars und Kneipen gegenüber an der Tatsache, dass allen voran die städtischen Vermieter*innen wie SAGA, Sprinkenhof oder auch die Steg als Verwalterin keinerlei Entgegenkommen bezüglich der Miethöhen erkennen lassen. Wie kann das sein?

Dein „Hamburger FAIRmiet Appell“ vom 23. November 2020 (Link unten) verhallt offensichtlich gerade in den eigenen Reihen ungehört. Wäre es nicht DIE Gelegenheit gewesen, hier mit gutem Beispiel voranzugehen?

Stattdessen klopft man sich selbst auf die Schulter ob der großzügigen Stundungsvereinbarungen.

Müssen wir wirklich noch irgendjemandem erklären, dass Stundungen von Mietkosten, die weiterhin geschuldet sind, nichts anderes sind als ein Tod auf Raten? Wann sollte man wohl diesen Schuldenberg wieder abtragen können? Selbst wenn irgendwann wieder unter wirtschaftlich haltbaren Bedingungen gearbeitet werden kann, werden die Margen nicht hoch genug sein.

Abgesehen davon sind die Gewinne, die uns jetzt entgehen, nicht aufzuholen. Kein einziger im letzten Jahr nicht georderter Drink wird in diesem Jahr zwei mal getrunken werden! Dementsprechend sind die Hilfen, die uns erreichen, zu einem sehr großen Teil nichts anderes als eine Wirtschaftsförderung der Immobilienbranche, dieses Geld wird quasi „durchgereicht“.

Und da ist etwas grundsätzlich faul. Warum müssen sich nicht auch Vermieter*innen an dem Spiel um den Nachweis von Verdienstausfällen und dem Stellen von Hilfeanträgen beteiligen, warum haben ausgerechnet sie einen unangefochtenen Anspruch auf ihren Gewinn?

Es wird selbstverständlich auch in dieser Branche Fälle geben, in denen Darlehensverträge und Verbindlichkeiten bedient werden müssen und die Mieteinnahmen das Überleben sichern, das möchten wir niemandem absprechen. Aber genauso wie nicht jeder gastronomische Betrieb Anspruch auf Hilfeleistungen hatte und hat und die Beweislast, eben diesen Anspruch zu haben, bei den einzelnen Betrieben liegt, hat es einen faden unsolidarischen Beigeschmack, der Immobilienbranche durch die gegenwärtige Formulierung des Gewerbemietrechts ihren Gewinn zu garantieren.

Deshalb, Senat, ruf bei den städtischen Gewerbevermieter*innen SAGA und Sprinkenhof an, bei der STEG Hamburg, die städtische Gewerbeflächen verwaltet, und sprich ein deutliches Wort:

Mietnachlass für alle Mieter*innen von städtischen Gewerbeflächen rückwirkend zum 1. Januar 2021! Auf dass die privaten Vermieter*innen sich ein Beispiel nehmen.

Der Hamburger FAIRmiet Appell: https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/14673978/2020-11-23-fb-bwi-bsw-corona-fairmiet/

Von |2022-01-14T15:55:29+01:0027. Februar 2021|Uncategorized|0 Kommentare

Spenden ans barkombinat Hamburg

Spenden ans barkombinat Hamburg

16. Januar 2021

Liebe Freund*innen der Hamburger Barkultur,

wir sind in den vergangenen Monaten immer wieder mal gefragt worden, wie man dem barkombinat Hamburg e.V. unter die Arme greifen kann. Deshalb haben wir jetzt die Möglichkeit geschaffen, uns per Paypal bei zukünftigen Aktionen zu unterstützen.

http://paypal.me/barkombinat

Damit könnt ihr uns direkt dabei helfen, das barkombinat Hamburg e.V. als eine feste Vertretung für die Interessen von inhabergeführten Schankwirtschaften, Bars und Kneipen in unserer Stadt zu verankern und die zukünftige Organisation und Struktur des Vereins zu stärken. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und alle Mitwirkenden arbeiten ehrenamtlich.

Wenn ihr eure Lieblingsbar gezielt unterstützen möchtet, findet ihr zahlreiche Möglichkeiten über facebook, instagram und betterplace.org oder betterplace.me, die unsere Mitglieder eingerichtet haben. Unten sind alle Bars aus dem Barkombinat aufgelistet, schaut mal auf deren Facebook- oder Instagram-Seiten, ob sie eine Hilfsaktion gestartet haben.

Kommt gut durch die dunkle Jahreszeit und passt auf euch auf!

Euer barkombinat Hamburg e.V.

Von |2022-01-14T16:02:01+01:0016. Februar 2021|Uncategorized|0 Kommentare

2021 muss anders werden

2021 muss anders werden

01. Februar 2021


Das Katastrophen-Jahr 2020 darf sich nicht wiederholen.

Wir fordern*:

  • Rechtzeitige Informationen über geplante Lockerungen der Corona-Verordnungen, mindestens eine Woche vor Veröffentlichung
  • Einbindung des Barkombinats in die Formulierung von Hygiene-Regeln für Bars und Kneipen für die Wiedereröffnung
  • Anerkennung von Bars und Kneipen als Kulturorte
  • Einen Unternehmerlohn für Betreiber*innen von Bars und Kneipen, solange sie nicht wirtschaftlich arbeiten dürfen, nach dem Vorbild von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen
  • Einsatz des Bundeslands Hamburg für eine schnelle und grundlegende Reform des Gewerbemietrechts bei Katastrophen-Fällen wie einer Pandemie

* Zu jeder Forderung haben wir als Barkombinat detaillierte Ideen. Leider haben wir trotz mehrfacher Bitten bisher nicht die Chance bekommen, sie Senat und Behörden direkt zu erläutern. Auch das muss sich ändern!

Von |2022-01-14T15:59:22+01:001. Februar 2021|Uncategorized|0 Kommentare
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